Matthäus 6

Matthäus 6

Das sechste Kapitel lässt sich grob in drei Abschnitte einteilen. Zuerst die Frage, wessen Lob wir empfangen wollen, zweitens, wie wir beten sollen und drittens der Umgang mit dem Geld.

Lob

In den Versen 1-4 wird die Frage behandelt, wessen Lob wir empfangen wollen. Tun wir nur deshalb gutes, damit die Menschen es sehen können? Dann ist unser Ziel die Anerkennung der Menschen. Tun wir es im geheimen, vertrauen auf Gott, dass er uns dafür belohnen können. Zwei Mal können wir den Lob nicht empfangen. Die Menschen geben ihn sofort, auf Gottes Lob müssen wir warten. Wie entscheiden wir uns?

Gebet

Unser öffentliches Gebet kann niemals stärker sein als unser privates und dafür stellt Jesus regeln auf. Es soll hinter verschlossener Tür stattfinden und strukturiert sein.

Das „Vater unser“ ist nur ein Beispiel, nach welchem wir uns richten können. Es ist in dem Sinne kein besonderes Gebet. aber es gibt uns trotzdem eine gute Richtlinie für den Aufbau von Gebeten. Von der Ausrichtung auf Gott über Sündenbekenntnis hin zur persönlichen Bitte.

Eng mit Gebet verbunden ist das Fasten. Interessant ist, dass Jesus sagt: „wenn ihr Fastet…“. Er geht demnach wie selbstverständlich davon aus, dass sie es auch tun. Er muss also gar nicht den Auftrag dazu geben, sondern es muss sich um eine übliche Praxis gehandelt haben. Sollten wir nicht ebenfalls wieder die Kunst des Fastens einüben (auch außerhalb der „offiziellen“ Fastenzeit) um uns durch den Verzicht auf Nahrung auf Gott auszurichten?

Besitz

Ab Vers 19 dreht sich der Text schließlich um das Thema des Geldes bzw. des Besitzes.

Auch Gott weiß, dass wir Dinge zum Leben brauchen. Aber unser Leben darf sich nicht allein um deren Beschaffung drehen. Die Dinge sind für uns da und nicht umgekehrt. Diese Reihenfolge wird all zu leicht vertauscht. Dann wird der Erwerb von materiellen Dingen zum Lebenszweck. Das darf nicht sein.


Deshalb: Richte dein Leben auf Gott aus, warte auf seine Belohnung und vertraue in der Zwischenzeit auf seine Versorgung, während du ihn im Gebet um alles nötige bittest.

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