Matthäus 12

Matthäus 12

Ohne Zweifel gibt es zu den Einzelheiten des zwölften Kapitel eine Menge zu sagen. Das würde diesen Blog mal wieder sprengen. Eine Sache steht aber über allem. Ein Thema verbindet das ganze Kapitel:

Die Sünde gegen den Heiligen Geist

Schon viele Christen sind an diesen Versen verzweifelt. Gehöre ich zu denen, die gegen den Heiligen Geist gesündigt haben? Kann mir deshalb nicht mehr vergeben werden?

Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden. Und wer ein Wort redet gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den Heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Weltzeit noch in der zukünftigen.

Matthäus 12,31-32

Zuerst tröstet Jesus die Menschen indem er ihnen zusichert, dass jede Sünde vergeben werden kann. Daran ändert sich nichts. Ist deine Sünde noch so groß, Gottes Barmherzigkeit ist größer.

Das haben wir am Sonntag in der Predigt gelernt. Es ist ja sogar so: Umso größer unsere Schuld ist, umso heller leuchtet seine Barmherzigkeit (Micha 7,18-19).

Aber eine Sünde kann wohl nicht vergeben werden: Die Sünde gegen den Heiligen Geist. Aber was genau bedeutet das? Was ist, wenn ich nur ein Mal diese Sünde begangen habe. Kann ich dann nicht mehr gerettet werden?

Wie immer, müssen wir auch hier auf den Zusammenhang des Textes schauen. Im ganzen Kapitel 12 wird deutlich, dass Jesus Wunder tut und damit die Pharisäer und Schriftgelehrten verärgert. Jesus heilt Menschen und hält sich nicht an die Sabbatruhe – Manchmal sogar beides auf einmal.

Nun gehen sie zu ihm und klagen ihn an. Sie sehen ganz genau was er tut und hören aufmerksam auf seine Predigten. Es ist offensichtlich, dass er an allen Orten über das Reich Gottes predigt, welches vor ihnen liegt.

Aber obwohl es offensichtlich ist, dass Jesus von Gott gesandt ist, beschuldigen sie ihn, mit dem Teufel einen Pakt geschlossen zu haben.

Es heißt da, dass Jesus ihre Gedanken kennt. Es geht hier nicht um das bloße Reden gegen den Heiligen Geist. Wer könnte denn sonst gerettet werden (Matthäus 19,25-26)?! Meinst du etwa, Gottes Gnade würde nicht ausreichen, auch solchen Menschen zu vergeben?

Der Grund, weshalb solchen Menschen nicht vergeben wird ist, dass sie sich in vollem Bewusstsein gegen Gott entschieden haben. Obwohl sie absolut genau wussten, dass es sich hier um Gottes wirken handelt, haben sie es verleugnet und dem Teufel zugeschrieben.

Diejenigen, die fürchten, dass sie diese Sünde begangen haben, weisen ein gutes Anzeichen auf, dass dies bei ihnen nicht der Fall ist.

Matthew Henry

Mach es wie Petrus … Wenn du nicht mehr weiter weißt, sagt zu Jesus: „Du weißt, dass ich dich liebe! Selbst wenn ich gegen dich gesündigt habe – du kennst mein Herz am besten“

  • Nehme diese Verse also gleichzeitig als Trost und als Warnung auf, dich selbst zu prüfen: Glaubst du an Jesus, oder verleugnest du seine Wunder? Hast du Vergebung oder hast du sie nicht?
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