Matthäus 1

Matthäus 1

Der Stammbaum von Jesus (Verse 1-17)

Was für ein Einstieg! Ein solches Namenregister kann einen schon Mal erschlagen. Aber hat es auch einen Mehrwert für uns?

Zunächst ist das erste Wort interessant: In manchen Übersetzungen steht da „Geschlechtsregister“, in anderen „Buch des Ursprungs“ oder „Buch der Geschichte“.

Das dort verwendete Wort ist der Begriff „Genesis“ (griechisch für Ursprung/Anfang). Auch das erste Buch der Bibel heißt Genesis, wobei wir im deutschen einfach 1. Mose dazu sagen.

Es wird also deutlich, dass das Neue Testament ein neuer Genesis/ ein neuer Anfang ist. Es beginnt mit der Geschichte dessen, der die Welt gemacht hat.

Der Stammbaum ist letztlich schlicht ein Beweis dafür, dass Jesus tatsächlich ein Nachkomme von Davids und Abrahams ist, also von dem Volk, aus dem der Retter kommen sollte. Daher wurde Jesus auch „Sohn Davids“ genannt (Mt 15,22).

Für die Juden der damaligen Zeit war dies von hoher Bedeutung, da sie auf genau diesen Retter gewartet haben. Matthäus weiß das und deshalb startet er mit diesem Stammbaum, damit jeder Jude erkennen kann, dass Jesus wirklich der Sohn Davids ist.

Die Geburt von Jesus (Verse 18-25)

Gott entschied sich, seinen Sohn durch eine einfache Frau auf unsere Welt zu bringen. Maria war jung und mit Joseph verlobt als sie schwanger wurde.

Einige Gedanken zur Verlobung:

  • Maria war mit Joseph verlobt, was damals viel mehr als heute eine feste Vereinbarung zur Eheschließung darstellte. Eine Trennung war nicht ohne weiteres möglich.
  • Gott wählte eine verlobte Frau, damit sie jemanden hat, der sich um sie kümmert. Ein geeigneter Mann, der sie unterstützen und tragen kann. Es heißt von Joseph, dass der ein gerechter Mann war.
  • Durch ihre Verlobung und baldige Eheschließung wurde Maria geschützt. Hätte sie keinen Mann, wäre sie als Prostituierte bloßgestellt worden. Wie hätte sie den Ursprung ihrer Schwangerschaft beweisen können?

Joseph war schockiert, aber gleichzeitig wollte er die Frau die er liebte nicht bloßstellen. Bevor er sie jedoch heimlich verlassen konnte, begegnete Gott ihm im Traum und machte ihm deutlich, dass hier alles mit rechten Dingen zugeht.

Von Joseph können wir lernen, nicht zu schnell ein Urteil zu fällen ohne die Konsequenzen für andere zu bedenken. Wie oft entsteht eine Gerüchteküche, weil jemand etwas verbreitet, was gar nicht stimmt. Joseph wollte keine Gerüchte über Maria in die Welt setzen.

Im Traum begegnet Joseph einem Engel der ihm den Auftrag gibt, Maria nicht zu verlassen sondern zu heiraten und den Sohn Jesus zu nennen.

Nochmal wird hier von Matthäus ganz deutlich gesagt, dass Jesus der Sohn Davids ist und dass er die Menschen von ihrer Schuld befreien wird.

Joseph war gehorsam und tat, was ihm aufgetragen wurde. Auch das soll uns ein Vorbild sein. Wenn wir also in den nächsten Wochen und Monaten das Neue Testament lesen, wollen wir wie Joseph gehorsam auf Gottes Wort hören und es befolgen.

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