Markus 12

Markus 12

Ein großes Kapitel

Das zwölfte Kapitel des Markusevangelium ist vollgepackt mit wichtigen Aussagen. Für jeden Abschnitt könnte ich wieder einen eigenen Blogartikel schreiben. Ich bin allerdings vor allem ein einer kurzen Aussage hängen geblieben, über die ich weiter nachdenken möchte. Falls dir also etwas auffällt, was ich nicht anspreche, freue ich mich, wenn du mich darauf ansprichst.

Knapp daneben ist auch vorbei

Im Fußball gibt es klare Regeln. Um ein Tor zu erzielen, muss der gesamte Ball hinter die Torlinie geschossen werden. Es reicht nicht, wenn der Ball nur auf der Linie entlang rollt. Ganz besonders ärgerlich ist es immer dann, wenn der Ball am Pfosten oder der Latte abprallt. Die Chance mag noch so gut gewesen sein, ein Tor gibt es dafür nicht. Es ist nunmal einfach so: „Knapp daneben ist auch vorbei“. Nur fast zu treffen bedeutet, dass man nicht getroffen hat.

In den Versen 28-34 begegnet Jesus einem Schriftgelehrten, der ihn mit einer Frage prüfen will. Einer der wichtigsten Bibeltexte für Juden steht in 5 Mose 6:

Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein! Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.

5 Mose 6,4-5

Der Schriftgelehrte fragte Jesus nach dem höchsten Gebot und natürlich war die einzig richtige Antwort ein Verweis auf diesen Bibeltext. Genau so geschah es auch. Jesus zitierte diesen Text und fügte noch einen weiteren aus 3 Mose hinzu, nämlich, dass man auch noch seine Mitmenschen lieben soll. Wer Gott liebt, liebt seine Mitmenschen. Niemand kann behaupten, Gott zu lieben, während er seinen Bruder hasst (lies dazu den ganzen 1. Johannesbrief).

Nachdem Jesus seine Antwort ausgesprochen hat, wird er von dem Schriftgelehrten für seine richtige Antwort gelobt: „Prüfung bestanden“.

Aber dann sagt Jesus etwas, was der ganzen Begegnung eine Wendung gibt: In Vers 34 sagt Jesus, dass der Schriftgelehrte „nicht fern“ vom Reich Gottes ist.

Der Schriftgelehrte ist ganz Nah dran am Reich Gottes. Er hat es fast geschafft. Er ist quasi drin.

Aber nah dran ist nicht ganz drin. Diese kleine Aussage, hat eine enorme Reichweite! Hier geht es um alles oder nichts! Ist der Schriftgelehrte denn nun gerettet oder nicht?! Jesus macht deutlich: Durch das einhalten der Gebote wirst du nicht gerettet. Es ist gut und richtig sie zu befolgen. Aber sie werden dir nicht das ewige Leben geben. Das ist ausschließlich durch den Glauben an Jesus möglich.

Alles oder nichts!

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!

Johannes 14,6

Nicht durch das befolgen von Geboten, sondern allein durch den Glauben an Jesus kommen wir in das Reich Gottes (sola fide, solus christus).

Es ist wichtig, dass wir wissen, ob wir vom Reich Gottes „nicht fern“ sind oder ob wir „drin“ sind. Das ist eine Frage nach dem „alles oder nichts“.

Wie sieht es bei dir aus? Bist du dir sicher, dass du das ewige Leben hast, oder bist du nur nah dran? Bist du dir sicher, dass Jesus deine Schuld vergeben hat?

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