Markus 11

Markus 11

Jesus und der Esel

Nachdem wir in den letzten Kapiteln ständig davon gelesen haben, dass die Pharisäer Jesus töten wollten, ist es doch wirklich interessant, wie Jesus hier auftritt. Er kommt nicht mit einem großen Mantel und einer Mütze ins Gesicht gezogen. Er zieht in einer feierlichen Prozession in Jerusalem ein sodass auch der letzte seiner Feinde wusste, dass er da war.

Er reitet auf einem Esel und dazu noch ein geliehener. Jesus fuhr auf geliehenen Booten , feierte in einem „geliehenen“ Raum das Passahfest mit seinen Jüngern und am Ende wurde er in einem geliehenen Grab beigesetzt. Für den Esel hatte er nicht einmal einen vernünftigen Sattel. Sie legten ihre Kleidung auf den Esel, damit er wich sitzen konnte.

Jesus lebte nicht in großem Reichtum – er lebte mit dem, was Gott im gab und das reichte aus.

Der verfluchte Feigenbaum

Wir können nicht ausschließlich die Segnungen und Heilungen von Jesus ansehen. Wir müssen auch beachten, was er sonst tut. Hier verflucht er einen Feigenbaum. Aber um den Baum geht es ihm dabei eher weniger. Durch den Baum macht er etwas deutlich:

Vor und nach der Geschichte des Baums berichtet Markus von Ereignissen im Tempel. Jesus kam in den Tempel um wahre Anbetung zu finden aber er fand keine. Stattdessen war der Tempel zu einem Marktplatz geworden. Genau so ging er zum Feigenbaum in der Hoffnung gute Früchte zu bekommen, aber er fand keine. Stattdessen ein Baum voller Blätter und weiter nichts.

Der verfluchte Baum steht daher sinnbildlich für die damalige jüdische Gemeinde. Jesus, der Messias, kam zu ihnen aber sie erkannten ihn nicht. Sie zeigten keine Anzeichen von wahrer Hingabe zu Gott. Daher hat er sie verworfen. Später bei seiner Anklage sagt Jesus: Der Tempel wird einstürzen und ich baue ihn in drei Tagen wieder auf (Der Tempel ist später tatsächlich von den Römern zerstört worden). Aber die Leute lachten ihn aus und meinten, so etwas sei in drei Tagen nicht möglich. Aber Jesus sprach nicht von einem Tempel aus Steinen. Jesus sprach von einem lebendigen Tempel: Seiner Gemeinde.

  • Bist du Teil der Gemeinde? Verstehst du, was es bedeutet, der Tempel des Heiligen Geistes zu sein?
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