Lukas 24

Lukas 24

Brannte nicht unser Herz?

Die Geschichte der Emmaus-Jünger gehört mit zu meinen Lieblingsgeschichten der Bibel. Die Jünger sind tief traurig, weil ihr Herr gekreuzigt wurde. Die Freude der Auferstehung kommt erst noch später. Aber in der Zwischenzeit machen sie sich auf den Weg, um ihr altes Leben wieder aufzunehmen. Schließlich war alles umsonst. All die Lehren und Wunder von Jesus waren nun hinfällig geworden. Was soll denn noch passieren, jetzt, da er doch tot ist?

Sie laufen also nach Hause in ihre Heimatstadt und auf dem Weg begegnet ihnen Jesus. Sie erkennen ihn nicht, da Gott ihre Augen dafür verschlossen hat. Und Jesus fragt nach. Jesus selbst ist der beste Seelsorger und doch stellt er eine denkbar schlichte Frage: „Warum bist du traurig?“.

Diese einfache Frage bringt die Jünger zum reden und sie sprudeln über. Ihr Herz ist so gefüllt von Traurigkeit, dass man meinen kann, ihre Antwort sei ein wenig zornig. Aber es tut ihnen gut zu reden. Endlich ist da jemand, der zuhört und uns nicht gleich verspottet. Vor ihm brauchen wir uns nicht zu verstecken.

Nachdem Jesus ihren also eine Zeit lang zugehört hat kommt er zu seinem Fazit: „Oh ihr unverständigen, warum ist euer Herz so träge, an das zu glauben, was die Propheten gesagt haben!“

Und dann kommt eine enorm wichtige Information über die gesamte Bibel:

Er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht.

Jesus hat angefangen, von der ersten bis zur letzten Seite der Bibel aufzuzeigen, dass überall von ihm die rede ist. In jedem einzelnen Buch der Bibel gibt es kein anderes Thema als Jesus, den gekreuzigten und auferstandenen. Die ganze Bibel redet nur von ihm.

Falls sich das für dich jetzt komisch anhört, dann schau einfach mal bei diesem Video vorbei:

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2 Kommentare

  1. Michael Becker

    Für mich ist es immer wieder Trost, zu wissen, dass auch schlimme Ereignisse nicht den Plan Gottes durcheinander bringen können oder wie hier sogar Teil des Plans waren. Nichts kann Gottes Wege
    und Plan behindern.

    Der kurze Satz, dass Jesus an dieser Stelle nochmal durch die ganze Schrift führt uns seine zukünftige Existenz belegt ist für mich auch ein starker Beweis für die Wahrheit der Bibel.

    • julian.hill (Autor)

      Das ist wirklich ein wichtiger Trost, an dem wir uns festhalten dürfen! Ich mag mir gar nicht ausdenken wie meine Zukunftsperspektive aussehen würde, wüsste ich nicht, dass Gott am Ende alles gut macht.

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